Beiträge von mattberlin

    Ich habe es ja bereits in manch anderer Fragestellung geschrieben, für die Leser, die hier meine Antwort suchen, noch einmal zusammengefasst.

    Ich komme von einem Audi e-tron, hat jetzt das Ende der Nutzungsdauer erreicht, im Juli sind es 4 Jahre, bis dahin sollte der Nachfolger bereitstehen, mein Dienstleister ist hier aber flexibel. Etwas über 100.000km auf der Uhr und damals musste es ein Auto mit mindestens 400km WLTP und vernünftiger Ladekurve sein. Da war die Auswahl eng.


    Bestellt habe ich einen Ford Explorer AWD Premium.

    Grund für die Auswahl, die Größe. Sowohl die, für mich charmanten Außenmaße und der kleine Wendekreis.

    Aber auch die Größe der Batterie, damit der nächste Punkt, Reichweite, mindestens 100km mehr WLTP Reichweite, das schafft der AWD nicht ganz, nah dran.

    Idealerweise keine Verschlechterung der Ladezeit, das schafft der AWD zumindest in einem relativ großen SoC Bereich.

    Gute Assistenten, damit meine ich auch funktionierende Assistenten auf unseren Straßen, Probefahrt hat mich hier zufriedengestellt.

    Matrixlicht nur bei Premium, für mich ein Muss, leider erkaufe ich mir damit die 20“er mit 40km weniger WLTP, was für eine krude Paketpolitik.

    Mir ist klar, dass es Rückschritte in vielen Dingen gibt, aber am Ende wollte ich wirklich ein kompakteres Elektroauto, das irgendwie nah dran ist an einigen gewohnten Dingen.

    Etwas OffTopic, aber *seufz* Taycan, einfach ein Fahrzeug, da so nach Kurve schreit und sich so gut fährt, herrlich, einer meiner schönsten Fahrerlebnisse im letzten Jahr, bin den normalen Taycan und den Turismo S gefahren. Beide herrlich.

    800V Säulen, die meisten HPC der etablierten Anbieter an den Hauptautobahnrouten sind doch inzwischen 800V, oder täusche ich mich da???

    i4 40, ja, Kollegen sind angetan von dem Auto, für mich war der Ford der bessere Kompromiss und ein so kleiner BMW und auch 12,5 m Wendekreis, mehr als der e-tron :) und das, obwohl es ein Heckantrieb ist, ohne Worte. Außerdem, Design nicht so mein Fall, Bedienung gefiel mir auch nicht, Assistenten sind der Hit, aber der Rest, damit werde ich nicht warm. Viel Geschmacksache.

    Aber Ford, die Kürze und doch die Plattform, das gefällt mir.

    Hätte bspw. Kia den EV3 als 800V mit großem Akku, dann wäre das etwas gewesen, das würde ich schon fast GameChanger nennen, denn hier wäre, wie seinerzeit mit den 5/6er Modellen eine Technologie in einem Segment verfügbar, das es vorher nicht gab und einen Mehrwert bietet. Aber so bleibt es einfach ein 400V Fronttriebler, noch ein beinahe Showstopper bei Elektro für mich, mit großem Akku.

    Da bin ich froh, dass ich eine Roamingkarte nutze, ich habe nicht das Problem mit der Anbieterauswahl, ich nutze das, was am Weg liegt und passt. Manchmal erkennt man erst an solchen Diskussionen, was man vor Vorteile hat.

    Die Schildererkennung fand ich auf den Probefahrten der MEBs, gerade außerhalb der Ortschaften sehr zuverlässig, auch das Anbremsen auf die Schilder und die Beschleunigung danach, beides punktgenau.

    Welches Kartenmaterial verwendet denn Ford? Habe mich da noch nicht schlau gemacht, liegt ja teilweise nicht in Händen der Firmen, wenn Änderungen nicht gemeldet werden. Leider kenne ich noch kein System, das mir eine Art "hier bitte immer xy km/h" fahren, egal was die Karte oder die Kamera erkennt. Von Fehlerrückmeldung gar nicht zu sprechen in Zeiten von Digitalisierung.

    Zustimmung, jeder sollte die Vorstellung haben, was er braucht und die Standzeit empfindet auch jeder anders, alleine ob man von Urlaubsfahrten oder Geschäftsreisen spricht, macht bei mir schon einen Unterschied, das dürfte anderen auch so gehen.

    Bei den 800V Systemen muss man auch unterscheiden, wie diese, hängt man nicht an einem 800V Lader, das Downgrade umsetzen, mein letzter Stand, da sind die Koreaner dann ziemlich im Limit von unter 100kW, Audi bspw. splittet auf und erreicht deutlich über 100kW im entsprechenden Ladefenster. Genug der Theorie.

    Die Ladekurve des AWD mit der anderen Batterie war auch einer der Gründe für die Auswahl, das ist nah dran an der flachen Ladekurve des e-tron, wenn ich auch befürchte, im Winter werde ich das teilweise bedauern und mich über die etwas höhere Reichweite freuen. Der Ford hat zwar Vorkonditionierung, die kostet aber Reichweite, der e-tron hat die "Heizenergie" aus der Ladesäule gezogen und wurde, dank guter Wärmekreisläufe, sehr schnell warm und erreicht in kurzer Zeit maximale Ladeleistung. Muss sehr teuer sein so eine Technologie, denn im Grundsatz ist das besser, Strom im Auto sollte primär der Reichweite dienen.

    Du hast vollkommen Recht, hier ein paar Gründe, warum es am Ende doch „nur“ ein 400V Auto wurde.

    Der Hauptgrund, Größe, ich wollte kein derart großes und unhandliches Auto mehr, auch wenn ich primär Langstrecke fahre, am Start und Ziel bin ich in Städten unterwegs und ehrlich über 12m Wendekreis und nahe 5m Länge und eine solche Breite sind alles andere als angenehm für mich. Denn alle 800V Autos, die mir mein Dienstleister anbietet sind „fette“ Autos. Ioniq 5, Q6, A6.

    Es gab den Ioniq 6, der war mir aber zu klein für meinen Füße und Kopf.

    Dann, ich kenne nur die „alten“ Ioniqs, waren die im Winter an der Ladesäule nicht beeindruckend. Ich stand oft genug mit dem e-tron daneben und konnte die Ladeleistung sehen. Kein signifikanter Vorteil in vielen Fällen. Sommer reicht mir schon das 400V System in 80% der Fälle aus ohne zusätzliche Pause mit „steht er lädt er“ bei den Biopausen entsprechend nachzuladen. Der Winter ist die Herausforderung bei meinen Strecken. Da verliere ich ca. 1h auf 500km ggü. einem Verbrenner bei meiner Fahrweise.

    Eigentlich war mein „Traumauto“ ein ID.3 GTX noch kleiner, extrem wendig, über 600km Reichweite WLTP und super Assistenten, der war leider nicht verfügbar. Dass ich beim Explorer den AWD bestellte, das liegt wohl an meiner Unvernunft :) und meinem Eindruck bei der Probefahrt, dass er etwas besser fährt und sich die Bremse nicht ganz so matschig anfühlte wie im RWD. Ich bin da aber ehrlich, auch die Längsperformance fand ich nett, wenn sie auch kein Kribbeln mehr verursacht, man gewöhnt sich an solche Dinge einfach sehr schnell.

    Also ja, 800V wären klasse, aber gibt es aktuell nur in Autos, die ich für zu groß empfinde.

    Und ich fahre fast ausschließlich die lange Strecke und, gerade das letzte Stück fahre ich bisher so, dass ich einstellig, entweder Kilometer oder SoC an der Wallbox lande. Wenn mir da das Auto Kapazität unterschlägt, dann beeinflusst es mich schon negativ. Die steht er, lädt er Strategie die nutze ich auch, aber ich stehe bisher nur die Biopause und fahre dann weiter, ich habe keine große Lust lange herumzulaufen und noch weniger im Auto zu sitzen und womöglich etwas mit Medien zu machen. Da hat jeder seine Strategie.

    Na, wenn es hier keine Erfahrungen gibt, dann mache ich sie, wenn das Auto da ist, einfach selber.

    Die Planung gibt es sicher, aber sie wird wohl selten kommuniziert. Ich kenne das auch nur als Überraschungspaket bei den Herstellern. Nur bei großen Sprüngen oder Problemen oder wenn relevante Features beworben werden gibt es eine Info. Wie sehen denn die Patchnotes aus bei Ford? Gibt es da eine Übersicht?