Für sowas habe ich null Verständnis! Wenn ich online kaufe und nicht bei meinem Händler vor Ort, muss ich mir eben online meine Informationen beschaffen.
Wir kaufen immer beim Händler vor Ort und der Service ist super. Klar, er ist nicht der günstigste (im Vergleich), aber er ist keine 20km weit weg von mir und es wird einem immer geholfen.
Wenn ich mein Fahrzeug online kaufe, muss mir doch bewusst sein, dass ein Händler bei Rückfragen genervt ist.
Grundsätzlich sehe ich das auch so, bin aber, was das Interesse und die Notwendigkeit "des Händlers vor Ort" angeht, in den vergangenen Jahren zweimal eines besseren belehrt worden und das ganz, ohne es negativ zu meinen. Zwei meiner Autokäufe geschahen also übers Internet (beide Male übrigens mit Top-Beratung). Der Punkt ist aber der, daß ich das ursprünglich in beiden Fällen so gar nicht vorhatte.
Das erste Mal war es im Jahre 2008. Eigentlich hatte ich mir einen schönen Jahreswagen mit Top-Ausstattung ausgesucht. Leider konnten wir uns über den Preis nicht so recht einigen. Hintergrund war, daß man das Nachfolgemodel mit noch besserer Ausstattung als EU-Import für nur 3.500 € mehr bekam und mir daher der Jahreswagen zu teuer wäre. Sinngemäße Aussage des Händlers: "Holen Sie sich ruhig den EU-Import, wir haben das Modell noch gar nicht und verdienen am Autoverkauf sowieso kaum was. Wenn Sie den Service und Reparaturen bei uns mach lassen, haben wir mehr davon:" - So habe ich es dann auch gemacht.
Ein zweites Mal kaufte ich Online im Jahre 2015. Auch da hatte ich das eigentlich nicht so vor. Aufgrund eines Unfallschadens benötigte ich binnen 3 Wochen ein neues Auto. Es sollte in den Urlaub gehen. Habe mir zwar bei mobile-de ein Modell mit guter Ausstattung ausgesucht, bin aber zum Händler, habe ihm gesagt, welche Ausstattung ich nicht zwingend benötige, welche Farben möglich wären und daß der Wagen trotz weniger Ausstattung auch teurer sein könnte. Einzige Bedingung: Er muß in 3 Wochen zugelassen und abfahrfertig sein. Wir haben uns auf einen Preisrahmen geeinigt und der Händler machte sich in die Spur. Schon am Folgetag bekam ich den Anruf, daß man das in den 3 Wochen nicht schaffen wird, da man ja nur ein Bestandsfahrzeug, das irgendwo in Deutschland rumstehe, hätte nehmen können und da gab es leider keines. Aber auch hier wieder sinngemäß: "Holen Sie sich ruhig den Import, wir verdienen am Verkauf kaum etwas, kommen Sie zu uns zum Service und Reparatur, da haben wir mehr von". Gesagt, getan.
Nun ist natürlich fraglich, ob sich da in den letzte Jahren was geändert hat und die Margen nun stimmen, bzw. ob die Zulassungszahlen eines Händlers dem Hersteller inzwischen wichtiger sind, um diesen zu bewerten und einzustufen?